Sport des Monats April 2016: Faszientraining

Achtung, fertig, Bindegewebe. Lange unbeachtet, aber inzwischen sind sie die Stars der Fitnessszene: die Faszien. Nach neuem Forschungsstand haben diese Gewebeschichten einen grossen Einfluss auf unseren Körper. Hier erfährst du weshalb und wie du sie trainieren kannst.

Was sind Faszien?

Faszien sind ein gigantisches Bindegewebsnetzwerk. Auf den ersten Blick schaut das Fasergewebe aus wie ein Spinnennetz, das sich durch unseren ganzen Körper durchzieht. Oder ist dir an einem Stück Fleisch die weissliche und zähe Haut, die das Stück Fleisch umhüllt, aufgefallen? Das sind Faszien.
Das Thema Faszien boomt, da Forscher entdeckt haben, dass das Bindegewebe nicht nur eine stützende Funktion hat. Faszien sind wichtig für Halt, Kraft, Gesundheit, Fitness und Figur. Sie umhüllen und schützen unsere Organe, Muskeln und Bandstrukturen und machen jede Bewegung des Körpers mit. Das Bindegewebe ist ein eigenes Sinnesorgan des Körpers, welches mit vielen Nervenfasern, Schmerz- und Bewegungssensoren versehen ist. Werden Faszien überanstrengt oder mit zu wenig Flüssigkeit versorgt, verklebt oder verletzt sich das Gewebe und es entstehen Verspannungen im Körper, die zu hartnäckigen Schmerzen führen. Faszien gelten heute als Ursache vieler bislang unerklärbarer Beschwerden, von Immunproblemen bis Schmerzsyndromen.

Was ist Faszientraining?

Faszientraining hat zum Ziel, Verspannungen und Schmerzen zu heilen, die durch das verklebte Bindegewebe verursacht wurden. Durch das Training werden Schmerzen reduziert, Leistung und Mobilität gesteigert, die Koordination wird verbessert und Verletzungen werden vorgebeugt.


Hier stellen wir dir einige Trainingsmethoden vor:

  • Wippende, federnde Dehnübungen erhöhen die Elastizität des Bindegewebes. Ganz einfach: Nimm eine beliebige Dehnposition ein und beginne zu federn.
  • Durch Eigenmassage mittels Pilatesrolle oder Black Roll werden Verklebungen und Verspannungen gelöst. Lege dich mit dem verspannten Körperteil auf die Rolle und rolle ungefähr zehn Mal langsam über die schmerzhafte Stelle bis sich die Verspannung löst. Punktuelle Schmerzen kannst du auch mit einem Tennis- oder Igelball lösen, in dem du mit dem Ball auf dieser verspannten, schmerzhaften Körperstelle kreist.
  • Besonders geeignet sind dynamische Bewegungen und Sprünge wie beispielsweise Seilspringen, Trampolin springen, springend Treppe laufen oder Hopserhüpfer. Diese Übungen lassen neue Flüssigkeit in dein Bindegewebe fliessen.

Die Wirkung ist teilweise verblüffend: Besucherinnen und Besucher des Faszientrainings berichten davon, dass sie in kurzer Zeit schmerzfrei und beweglich wurden, sich fit und dynamisch fühlten sowie ein entspanntes Gefühl und neue Freude an der eigenen Beweglichkeit gewinnen konnten.

Interessiert?

Möchtest du das Faszientraining gerne ausprobieren? Gsünder Basel bietet Faszientrainings an. Melde dich telefonisch (061 551 01 20) oder per Mail für eine Schnupperstunde an. Sie freuen sich über deinen Besuch!