Sport des Monats Dezember 2015: Kunstturnen

In dir schlummert ein kleiner Artist? Zeige deine Beweglichkeit und Kraft beim Kunstturnen.

Kraft und Grazie

Kunstturnen ist eine höchst anspruchsvolle Sportart, bei der Körperbeherrschung, Kraft und Grazie gefragt sind. An verschiedenen Geräten zeigen die Turner ihre beeindruckenden Übungen, bei denen Technik und Haltung vorgegeben sind. Damit diese korrekt ausgeführt werden können, braucht es Muskelkraft, aber auch Balance, Schnelligkeit und Beweglichkeit spielen eine mindestens gleich grosse Rolle.
Für Frauen und Männer gibt es unterschiedliche Disziplinen, die für Wettkämpfe festgesetzt sind. Frauen zeigen ihr Können beim Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und am Boden; Männer beim Pauschenpferd, Boden, Sprung, Barren, Reck und an den Ringen.


Die meisten Übungen werden mit Schwung geturnt, einige auch mit Halten (statisch) oder mit Verlagerung des Körpers (Heben, Senken). Oftmals werden diese drei Arten in den Übungen aber auch kombiniert.

Die Disziplinen im Überblick

Sprung
Der Sprung findet am Sprungpferd statt. Der Turner nimmt Anlauf und springt auf dem Sprungbrett ab. Mit den Händen stützt er sich auf das Sprungpferd und präsentiert eine bestimmte Position.


Barren/Stufenbarren
Der Barren besitzt zwei parallele Holme, an denen sich die Turner schwingen. Der Stufenbarren hat verschieden hohe Holme. Es wird unterschieden zwischen Schwüngen und Umschwüngen und den Flugteilen (zum Beispiel beim Stufenbarren von Holm zu Holm).


Schwebebalken
Der Schwebebalken ist ein 5 Meter langer und 10 Zentimeter breiter Holzbalken. Typische Turnübungen sind Überschläge, Halteteile, Drehungen und Überschläge, wie etwa der Flickflack.


Boden
Auf einer Fläche von 12 mal 12 Metern werden Drehungen, Sprünge und Überschläge in rhythmischer Abfolge gezeigt.


Pauschenpferd
Das Pauschenpferd, bei uns im Turnunterricht auch als „Böckli“ bekannt, ist der Form eines Pferdes nachgeahmt. Es besitzt in der Regel zwei Haltegriffe, die Pauschen. An diesen hält sich der Turner fest und vollführt dabei kreisende Bewegungen mit seinen Beinen. Er muss während seiner Übung sowohl in der Mitte wie auch an beiden Enden des Pferdes turnen.


Ringe
Diese kennen wir sicher auch noch alle vom Turnunterricht. Bei Wettkämpfen zeigen die Turner hier abwechselnd Kraft- und Schwungelemente.


Reck
Das Reck ist eine waagerechte 240 Zentimeter lange Stange. Heute benutzt man üblicherweise das Spannreck, das an zwei Stangen befestigt ist, welche wiederum durch zwei oder vier Spannseile gehalten werden. Das Reck ist dadurch elastisch.


Wem das alles etwas zu technisch ist, kann sich beim Schweizer Turnverband die Videos zu verschiedenen Disziplinen anschauen. 
 

Interessiert?

Lust auf Höhenflüge beim Kunstturnen? Melde dich beim Kunstturnerinnen Turnverband Basel-Stadt für ein Schnuppertraining.