Sport des Monats November 2015: Kegeln - Die einfach umwerfende Sportart

Bahn frei für Präzision, echte Kameradschaft und jede Menge Schwung. Bei Kegeln denken viele Jugendliche an Stammtisch und alte Leute. Doch Kegeln ist zwar eine sehr antike Sportart aber alles andere als oldschool.

Warum Kegeln?

Die Kugel rollt…dann kommt das grosse Aufatmen, es ist ein guter Lauf. Man hört nur noch „gut Holz, gut Holz, gut Holz“, das sagt man so beim Kegeln wenn alle Neune auf einmal fallen. Kegeln ist spannend, bietet Spass, Bewegung und häufig schon erste sportliche Erfolge in kürzester Zeit – (und das ganz ohne Leistungsdruck)! Wäre das nicht auch etwas für Dich? Da es sich um eine Randsportart handelt, kannst Du mit etwas Geschick schnell auch überregionale Erfolge erreichen. Probier’s doch einfach mal aus.

Kegeln ist ein Sport, welcher sehr flexibel ist. Man kann ihn in einer ruhigen Atmosphäre zum Entspannen spielen, oder gegen andere im Wettkampf antreten. Man hat die Möglichkeit, während des Spiels entspannt zu essen und zu trinken oder kann sich voll auf das Geschehen konzentrieren. Dazu gibt es zahlreiche verschiedene Spielarten. Den Modus bestimmt man mit den Mitspielern selbst. Lediglich die benötigte Bahn und die speziellen Kugeln sind ein wenig unflexibel. Trotzdem macht der Sport gerade mit mehreren Leuten viel Spass und ist ein perfekter Sport zum warm werden. Langeweile kommt hier nicht auf.

Ach und übrigens: Kegeln verbindet ganze Generationen! Von ganz jung bis ins hohe Alter – es können alle mitkegeln. Nicht zuletzt fördert Kegeln sowohl den Einzelsportgedanken, als auch beim Spiel mit der Gruppe die Teamfähigkeit.

So geht es: Regeln und die natürliche Spielweise

Kegeln ist eine Präzisionssportart, bei der ein Spieler von einem Ende einer glatten Bahn aus (Kegelbahn) mit kontrolliertem Schwung eine Kugel ins Rollen bringt, um die am anderen Ende der Bahn aufgestellten neun Kegel umzulegen. Die Kegel sind dabei gleichmässig in Form eines Quadrats angeordnet, das auf der Spitze steht (Raute). Aus dem Kegeln hervorgegangen und daher eng mit ihm verwandt ist das Bowling, bei dem zehn Kegel (Pins) in Form eines gleichseitigen Dreiecks aufgestellt werden.

Beim Kegeln ist es natürlich Ziel, alle neun Kegel umzuwerfen. Am Besten mit einem Wurf, das gibt ordentlich Punkte. Jeder Spieler hat in einer Runde zwei Versuche, bevor die Kegel wieder neu aufgestellt werden. Pro umgeworfenen Kegel werden später Punkte notiert, welche nach einer festen Folge ausgewertet werden. In einem offiziellen Kegelspiel müssen 9 Runden gespielt werden.

Das Sportkegeln wird als Einzel- und Mannschaftssportart betrieben. Eine Mannschaft besteht aus sechs, in manchen unteren Klassen auch vier Spieler/innen. Daneben gibt es noch Paar- oder Sprintwettbewerbe.
Dir ist das alles zu kompliziert? Dann schau nach...

Ausstattung und Voraussetzungen

Bis auf eine glatte Bahn, eine spezielle Kugel und Schuhe wird keine weitere Ausrüstung beim Kegeln verlangt. Die Schuhe sorgen für den guten Grip und festen Stand auf der rutschigen Bahn. Ausserdem sollten sie dir angenehm und bequem sein. Diese kannst du Dir meist leihen.

Die früheren hölzernen Kegel sind seit langem durch Kunststoffkegel ersetzt. Der Standarddurchmesser im Sportkegeln beträgt 160 Millimeter bei ungefähr 2,85 Kilogramm. Die B Jugend (11–14 Jahre) spielt mit 140 Millimeter im Durchmesser grossen und 1,9 Kilogramm schweren Kugeln.

Ach übrigens: Wusstest du schon, dass bis in die 1980er-Jahre hinein „Kegeljungen“ (oder -buben) die Kegel aufgestellt und die Kugel zurückgerollt haben? Heute ist das natürlich anders, die Kegel werden entweder an Seilen hochgezogen und – nach dem „Auspendeln“ – wieder abgestellt, oder sie werden von einem „Rechen“ in eine Grube am Bahnende befördert und durch eine Förderanlage in die Halterung befördert, die sie wieder auf der Bahn abstellt.

Interessiert?

Du willst mehr über den richtigen Umgang mit der Kugel wissen? Wenn du Lust hast, deine Freizeit ins Rollen zu bringen und dein Glück mit den Neun auf einen Streich versuchen möchtest, dann schau doch mal beim UV Basel für eine Schnupperstunde vorbei!