Psychische Folgen

Fremde Stimmen in meinem Kopf

Jedes Suchtmittel wirkt auf unser Gehirn. Neben Glücksgefühlen lösen viele Substanzen auch unangenehme Gefühle aus. Kokain, Ecstasy, LSD, halluzinogene Pilze oder Cannabis können zu Ängsten oder Depressionen führen.

 Manche Substanzen begünstigen psychische Leiden wie Halluzinationen und Verfolgungswahn, die im schlimmsten Fall das ganze Leben lang andauern können.

Zudem können Suchtmittel unseren Charakter verändern. Wer über längere Zeit regelmässig Cannabis konsumiert, wird desinteressiert und kann sich schlecht konzentrieren. Kifferinnen und Kiffer nennen das «chillen» – dabei werden sie einfach nur gleichgültig. 

Kennst du jemanden, der diese Anzeichen zeigt oder stellst du bei dir solche Veränderungen fest? Dann melde dich bei einer Beratungsstelle.

So wirken Suchtmittel auf unser Gehirn

Dein Gehirn besteht aus rund 100 Milliarden Nervenzellen, die untereinander Signale weiterleiten. Dabei werden verschiedene sogenannte Neurotransmitter (Botenstoffe) ausgeschüttet. Suchtmittel greifen ins Neurotransmitter-Gleichgewicht ein und stören dieses. Dadurch verändern sich unter anderem deine Gefühle und deine Wahrnehmungen.
Alkohol zum Beispiel wirkt auf Gebiete im Gehirn, die Denkprozesse und Bewegung kontrollieren. LSD wirkt unter anderem im visuellen Zentrum und beeinflusst dadurch deine visuelle Wahrnehmung. Und Ecstasy greift in dein Gefühlszentrum ein.
Bei lang andauernder oder zu hoch dosierter Anwendung von Suchtmitteln können dein Gehirn und damit auch deine Psyche dauerhaft aus dem Gleichgewicht geraten.

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