Gesetze Alkohol

Im Kanton Basel-Stadt ist der Verkauf von Bier, Wein und Apfelwein an Jugendliche, welche mindestens 16 Jahre als sind, erlaubt. Spirituosen, Alcopops und Aperitifs dürfen erst an volljährige Jugendliche (ab 18 Jahren) verkauf werden. Der Grund für diese Unterscheidung liegt in der Entstehung der Alkohols. Vergorene Alkoholika sind ab 16 Jahren zugelassen und enthalten zwischen 6 Volumen Prozent (Bier) bis zirka 16 Volumen Prozent Alkohol. Gebrannte Alkoholika, welche mittels Destillation hergestellt und einen höheren Ethanolgehalt haben, sind erst ab 18 Jahren zugelassen. Sie enthalten meist einen höheren Volumengehalt an Alkohol. Auch wenn hochprozentige Alkoholika mit alkoholfreien Getränken verdünnt werden, dürfen sie nur an mindestens 18-Jährige verkauft werden. Der Alkoholgehalt eines Getränks ist also nicht entscheidend dafür, ob das Mindestalter bei 16 oder 18 Jahren liegt.

Wenn du mit dem Auto, Motor- oder Fahrrad unterwegs bist, brauchst du eine hohe Aufmerksamkeit und ein schnelles Reaktionsvermögen. Denn der kleinste Fehler kann im Strassenverkehr fatale Folgen sowohl für dich als Fahrzeuglenkerin oder Fahrzeuglenker als auch für weitere Verkehrsteilnehmer/-innen haben. Der Konsum von Alkohol, illegalen Drogen und Medikamenten beeinträchtigt die Fahrfähigkeit und erhöht das Unfallrisiko erheblich.

Alkohol im Strassenverkehr
Um die Sicherheit im Strassenverkehr zu gewährleisten, gelten folgende Bestimmungen:

0,1 Promille-Grenze für Neulenker
Für Neulenker gilt im Strassenverkehr die 0,1 Promille-Grenze. Das heisst, dass du nicht am Strassenverkehr teilnehmen darfst, nachdem du Alkohol getrunken hast! Diese Regelung gilt, solange du den Führerausweis auf Probe hast. Das macht Sinn, denn die Aufmerksamkeit nimmt schon ab 0,2 bis 0,3 Promille ab. Hältst du dich nicht an diese Regelung, kannst du deinen Führerausweis verlieren. Es kann sogar so weit gehen, dass du frühestens nach einem Jahr und mit einem positiven verkehrspsychologischen Gutachten einen neuen Führerausweis beantragen kannst. Die Kosten für das Verfahren und das Gutachten musst du selbst bezahlen.

0,5 Promille-Grenze für alle
Besitzt du den Führerausweis mindestens drei Jahre, hast die nötigen Weiterbildungen besucht und dir im Strassenverkehr nichts zu Schulden kommen lassen, erhältst du den definitiven Führerausweis. Dann beträgt die Alkoholtoleranz 0,5 Promille. Dies entspricht in etwa dem Blutalkoholgehalt nach dem Trinken eines alkoholischen Getränks. Verstösst du gegen diese Regel, kannst du gebüsst werden und riskierst einen Fahrausweisentzug. Je nach Schwere der Widerhandlung kann sie eine Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren und einen Eintrag im Strafregister zur Folge haben.

Angetrunken Fahrrad fahren
Mit dem Fahrrad gelten die gleichen Regeln wie mit dem Auto. Wirst du angetrunken auf deinem Velo im Strassenverkehr erwischt, drohen dir neben der grossen Unfall- und Verletzungsgefahr auch rechtliche Konsequenzen. Wie hoch deine Strafe ausfällt, ist abhängig von der gemessenen Blutalkoholkonzentration. Falls du später den Führerausweis erlangen willst, kannst du für eine Fahreignungsprüfung aufgeboten werden. Die Kosten dafür musst du selbst tragen und da diese Untersuchungen während der Arbeitszeit stattfinden, wirst du dafür frei nehmen müssen. Also lass auch das Fahrrad stehen, wenn du angetrunken bist!