Was ist Cannabis?

Cannabinoide und Co.

Cannabis ist die biologische Bezeichnung der Hanfpflanze. Hanfpflanzen wachsen innerhalb von einem Jahr vom Sprössling zur blühenden Pflanze heran und werden zwischen 60 Zentimeter und 8 Meter hoch. Das typische Markenzeichen der Cannabispflanze sind ihre fingerförmig gegliederten, fein gezackten Blätter. Cannabis enthält rund 400 Inhaltsstoffe, davon sind 60 Cannabinoide, sogenannte psychoaktive Stoffe. Diese können deine Gefühle, dein Denken, deine Wahrnehmung und dein Verhalten beeinflussen. Der wichtigste psychoaktive Stoff ist das Delta-9-Tetrahydro-cannabinol oder kurz THC.

Marihuana, Haschisch und Haschischöl

Marihuana wird in der Umgangssprache auch "Gras" genannt. Es wird aus den Blüten und Blättern der Hanfpflanze gewonnen. Diese werden getrocknet und zerrieben. Teilweise werden auch Samen darunter gemischt. Der THC-Gehalt von Marihuana ist je nach Pflanzenart unterschiedlich hoch. Das Konsumieren von Marihuana ist heute die am meisten verbreitete Form des Cannabiskonsums.

Haschisch, umgangssprachlich auch Shit, Dope oder Hasch genannt, wir aus dem getrockneten Harz der Pflanze gewonnen. Es sieht ein wenig aus wie ein dunkles Stück Schokolade. Je nach Herkunftsland variiert die Farbe allerdings. Man spricht vom "grünen Türken", vom "roten Libanesen", vom "gelben Marokk", dem "dunkelbraunen Pakistani" oder dem "schwarzen Afgahn". Haschisch wirkt stärker als Marihuana, weil sein THC-Gehalt höher ist.

Haschischöl ist eine dickflüssige, dunkelbraune und klebrige Flüssigkeit. Die Herstellung des Öls ist kompliziert. Es wird mit Hilfe einer Destillation oder Extraktion hergestellt. Haschischöl besitzt den höchsten Gehalt an THC und wirkt dadurch wesentlich stärker als Marihuana oder Haschisch.

Verunreinigungen
Bei allen Cannabisprodukten besteht die Gefahr, dass die Ware verunreinigt wurde. So kann es bei der Herstellung oder dem Transport zu Verschmutzungen kommen. Teilweise mischen Händler andere Stoffe dazu, um dem Cannabis einen speziellen Duft zu geben oder um es zu strecken. Weiter können Spritzmittel, die öfters bei gezüchteten Indoorpflanzen eingesetzt werden, zu negativen Auswirkungen führen (z. B. Kopfschmerzen).