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Schadet es meinem Körper, wenn ich nur ab und zu eine Zigarette rauche?

Ja, auch gelegentliches Rauchen schädigt den Körper. Klar, wer täglich ein Päckchen raucht, ist grösseren Gesundheitsgefahren ausgesetzt als gelegentliche Raucher. Aber jede Zigarette schadet dem Körper! Es gibt keinen unbedenklichen Grenzwert.

Ist Rauchen für Jugendliche gefährlicher als für Erwachsene?

Weil Jugendliche noch im Wachstum sind, sind sie anfälliger für die Schäden des Rauchens als Erwachsene. Grundsätzlich ist Rauchen aber natürlich auch für Erwachsene sehr schädlich. Kurzfristig leiden Raucher vor allem unter ihrer reduzierten sportlichen Leistungsfähigkeit und unter häufigeren Krankheitstagen (zum Beispiel wegen Husten und Halsschmerzen). Langfristig kann Rauchen neben Krebserkrankungen auch Atemwegserkrankungen und Verengungen der Blutgefässe (beispielsweise Herzinfarkt, Schlaganfall, Raucherbein) verursachen.

Schädigt Rauchen nur die Lunge?

Da der Tabakrauch inhaliert wird, schädigt das Rauchen vor allem die Atemwege. Dazu gehört aber nicht nur die Lunge. Die Mundhöhle, der Kehlkopf und die Bronchien gehören beispielsweise auch dazu. Die Auswirkungen des Zigarettenrauchs sind aber nicht nur in den Atemwegen, sondern auch im Blut und Knochenmark nachweisbar. So schädigt der Zigarettenrauch insbesondere auch das Herz- Kreislaufsystem. Raucher erleiden beispielsweise etwa doppelt so häufig Herzinfarkte, wie Nichtrauchende. Ebenfalls deutlich erhöht unter Raucherinnen und Rauchern ist das Risiko für einen Schlaganfall.

Ist Tabak als legales Suchtmittel weniger schädlich als zum Beispiel Cannabis oder Kokain, welche illegal sind?

Tabakprodukte dürfen im Kanton Basel-Stadt nur an Personen im Alter von mindestens 18 Jahren verkauft werden. Dieser legale Verkauf sagt aber nichts über die Schädlichkeit von Tabak aus! In der Schweiz sterben jedes Jahr über 9‘000 Personen an den Folgen ihres Tabakkonsums – deutlich mehr als an illegalen Suchtmitteln wie Kokain, Heroin oder Partydrogen zusammen. Das für die Abhängigkeit verantwortliche Gift Nikotin hat ausserdem ein sehr grosses Abhängigkeitspotential, welches vergleichbar ist mit dem von Heroin.

Ist das Rauchen von Wasserpfeife weniger schädlich als das Rauchen von Zigaretten?

Nein, das ist ein Mythos! Der Rauch einer Wasserpfeife ist wie Tabakrauch ein Giftgemisch, welches neben Nikotin und Teer über 4'000 weitere Schadstoffe enthält. Das Rauchen von Wasserpfeifen ist deshalb genauso gefährlich wie das Rauchen von Zigaretten.


Das für die Suchtwirkung verantwortliche Nikotin ist auch im Wasserpfeifentabak enthalten. Daher kann auch das Shisha-Rauchen abhängig machen. Zudem wird der Rauch beim Rauchen von Wasserpfeifen tiefer eingeatmet, da der durch das Wasser gekühlte Rauch weniger heiss ist als Zigarettenrauch. Ein weiteres Risiko von Shisha-Runden sind Infektionen wie Herpes oder bestimmte Formen der Hepatitis, die sich über das kreisende Mundstück der Wasserpfeife verbreiten können.

Kann auch gelegentlicher Tabakkonsum abhängig machen?

Ja, auch gelegentlicher Tabakkonsum kann abhängig machen! So kann zum Beispiel schon eine Zigarette pro Tag über vier Wochen zur Abhängigkeit führen.

Ist ein gewisses Suchtverhalten vererbbar?

Die genetische Vererbung einer Tabak- oder Alkoholabhängigkeit gilt als wahrscheinlich, da zum Beispiel Tabakabhängigkeit in Familien gehäuft auftritt, wenn die Eltern oder Grosseltern auch geraucht haben. Die Vorbildfunktion der Eltern spielt aber wahrscheinlich die entscheidendere Rolle als die Gene. Kinder lernen auch durch das Verhalten ihrer Eltern. Wenn deine Eltern also rauchen und dies auch zu Hause tun, ist die Chance grösser, dass auch du das Rauchen ausprobieren wirst.

Ist das Paffen von Zigaretten gesundheitsschädlich?

Auch wenn der Rauch beim Paffen nicht in gleichen Mengen in die Lungen gezogen wird, sind die Auswirkungen für die Gesundheit gross. In der Mundhöhle werden die giftigen Inhaltsstoffe des Zigarettenrauchs von der Mundschleimhaut aufgenommen. Ein Teil des Rauchs gelangt anschliessend in die Lunge, auch ohne Lungenzüge an der Zigarette. Durch das Paffen wird also nicht nur das Lungenkrebsrisiko, sondern auch das Risiko für Mundhöhlen- und Zungenkrebs erhöht. Zudem zirkulieren die Giftstoffe aus der Zigarette über den Blutkreislauf in den gesamten Körper - auch beim Paffen.

Meine Freundin raucht, das stinkt und es stört mich. Wie kann ich sie davon abbringen?

Sprich mit deiner Freundin und sag ihr, dass du sie gern hast und was dich stört. Sollte deine Freundin an einem Rauchstopp interessiert sein, dann erzähl ihr von den bestehenden Angeboten und Unterstützungsmöglichkeiten. Betroffene können sich zum Beispiel an die Rauchstopplinie wenden und in Basel bieten die Lungenliga beider Basel und das Universitätsspital Basel entsprechende Unterstützung an. Sei dir aber bewusst, dass das Rauchen eine Sucht ist. Daher ist es wichtig, dass du Verständnis für deine Freundin zeigst und sie unterstützt, auch wenn sie es nicht von heute auf morgen schafft, mit dem Rauchen aufzuhören. Schlussendlich ist sie diejenige die aufhören wollen muss, damit es klappt.

Wie kann ich mit dem Rauchen aufhören, ohne zuzunehmen?

Ungefähr 60 Prozent der Menschen nehmen nach ihrem Rauchstopp durchschnittlich zwei bis drei Kilo zu. Dafür verantwortlich ist das fehlende Nikotin. Nikotin hemmt das Hungergefühl und erhöht den Energieverbrauch. Was also tun, wenn die Versuchung lockt, die fehlende Hand-zum-Mund-Bewegung der Zigarette mit dem Griff zu Snacks und Süssigkeiten zu ersetzen?
Versuche, viel Obst und Gemüse zu essen. Nach dem Rauchstopp schmecken dir vielleicht auch bisher unbekannte Sorten. Und trinke viel Wasser! Wenn du Wasser nicht magst, dann lege ein paar Fruchtstücke ins Wasser oder trinke Früchtetee. Zudem solltest du dich viel bewegen. Das gelingt dir am einfachsten, indem du Bewegung in deinen Alltag einbaust. Dabei spielen auch schon kleine Distanzen und Anstrengungen eine Rolle. Nimm zum Beispiel die Treppe anstatt den Lift, geh zu Fuss oder mit dem Velo, laufe anstatt auf das Tram zu warten oder verabrede dich mit deinen Freunden zum Sport.

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