Formen des Tabakkonsums

Jede Form des Tabakkonsums hat ihre Tücken

Die am weitesten verbreitetste Form des Tabakkonsums ist das Rauchen von Zigaretten. Tabak kann aber auch auf viele andere Arten konsumiert werden. Schädlich für deine Gesundheit ist jede Art des Tabakkonsums - aber es gibt Unterschiede.

Zigarette

Der aus getrockneten Blättern der Tabakpflanze gewonnene Tabak wird fein geschnitten und in Papier gestopft oder gerollt. Dem natürlichen Tabak wird während der Herstellung einer Zigarette eine Vielzahl von Stoffen zugesetzt. So liegt der Tabakanteil in einer durchschnittlichen Zigarette bei etwa 700 mg, der Rest sind Zusatzstoffe. Auch im Zigarettenpapier stecken zusätzliche Chemikalien. Wird die Zigarette dann geraucht, entstehen vor allem durch die Verbrennung unzählige weitere schädliche Substanzen.

E-Zigarette

Die elektrische Zigarette oder kurz E-Zigarette ist ein Dampfgerät mit einer aufladbaren Batterie, einem elektronischen Verdampfer und einer austauschbaren Patrone. Die Patrone beinhaltet in der Regel eine Flüssigkeit (Liquid) aus Nikotin, Aromastoffen, Wasser und einem Lösungsmittel. Häufig werden die Aromen Tabak, Pfefferminze, Fruchtgeschmack, Kaffee, Vanille oder Schokolade verwendet. Der Verdampfer wird mit Strom aus der Batterie betrieben. Im Verdampfer wird Flüssigkeit aus der Patrone erhitzt. Beim Einatmen des Dampfes gelangen Nikotin und Aromastoffe in die Lunge.
In der Schweiz dürfen nur E-Zigaretten ohne Nikotin verkauft werden.

Geringere Gesundheitsrisiken aber trotzdem Vorsicht

Die Gesundheitsrisiken beim Konsum von E-Zigaretten sind geringer als beim Zigarettenkonsum. Da keine Verbrennung stattfindet, entstehen weniger Schadstoffe. Aber auch im Dampf von E-Zigaretten sind krebserzeugende Stoffe enthalten! Und hast du dich einmal an das Dampfen von E-Zigaretten gewöhnt, ist der Schritt zum Rauchen von Zigaretten nicht mehr weit. Weil E-Zigaretten noch nicht so lange auf dem Markt sind, wissen wir zudem noch nicht, welche langfristigen Auswirkungen sie auf deine Gesundheit haben.

Snus

Snus ist ein Oraltabak und wird auch Snüs genannt. Der in kleine Beutel gefüllte Snus beinhaltet feingemahlenen Tabak, Wasser, Salz und Aromen und wird hinter der Ober- oder Unterlippe platziert. Auch bei Snus besteht durch die grosse Menge Nikotin die Gefahr einer Abhängigkeit. Das Nikotin wird via Mundschleimhaut in die Blutbahn befördert und wirkt auf das Belohnungszentrum im Gehirn, was vom Konsumenten als entspannend oder stimulierend empfunden wird. Die Wirkung hält 15-60 Minuten an.

Erhöhtes Krebsrisiko

In einigen Sportarten wird Snus als Aufputschmittel verwendet. Da Snus nicht geraucht wird, birgt dessen Konsum ein kleineres Gesundheitsrisiko als gerauchter Tabak und die Gefahr des Passivkonsums besteht nicht. Jedoch kann sich die Mundschleimhaut verändern und das Risiko von Krebs im Mund- und Rachenraum sowie der Bauchspeicheldrüse steigt an. Nach regelmässigem Konsum verfärben und erkranken die Zähne sowie das Zahnfleisch - und das sieht gar nicht schön aus. Der Besitz von Snus ist in der Schweiz erlaubt, der Verkauf jedoch nicht.

Schnupf

Schnupf ist gemahlener Tabak und wird durch Einsaugen in die Nase konsumiert. Schnupfen ist weniger gesundheitsschädlich als Rauchen, da keine giftigen Verbrennungsprodukte entstehen. Dafür werden beim Schnupfen vor allem die Nasenschleimhäute geschädigt. Und auch Schnupftabak enthält Nikotin, womit das Risiko einer Abhängigkeit besteht.

Wasserpfeife

Wasserpfeife beziehungsweise Shisha zu rauchen, ist genauso schädlich für deine Gesundheit, wie Zigaretten zu rauchen. Auch Wasserpfeifenrauch enthält über 4‘000 Schadstoffe und Nikotin, welches abhängig macht. Zudem wird der Rauch bei der Wasserpfeife tiefer eingeatmet, da er durch das Wasser gekühlt wird und weniger heiss ist als Zigarettenrauch. Während einer Stunde Wasserpfeife rauchen inhalierst du 100 bis 200 Mal so viele Schadstoffe, wie beim Rauchen einer einzigen Zigarette. Durch das Weiterreichen des Mundstücks können zudem Krankheiten wie Erkältungen übertragen werden.

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