Tabakanbau gefährdet die Umwelt

Tabakanbau

Tabak ist ein sehr arbeitsintensives Anbauprodukt in der Landwirtschaft. Auch in der Schweiz wird Tabak angebaut. In den letzten Jahren hat sich der Tabakanbau aber zunehmend in Entwicklungs- und Schwellenländer verlagert. Diese Regionen haben dadurch nicht nur Vorteile, sondern eine Menge Probleme und neue Herausforderungen zu meistern.

Dünger und Pestizide

Wenn Tabak angebaut wird, kann diese Fläche für nichts anderes als den Tabakanbau genutzt werden. Zudem ist die Tabakpflanze sehr anfällig für Pilz- und Schädlingsbefall und entzieht dem Boden in kurzer Zeit viele Nährstoffe. Darum werden grosse Mengen an Pestiziden und Dünger eingesetzt. Der Anbau von Tabak benötigt etwa fünf Mal mehr Dünger und Pestizide als der Anbau von Nahrungspflanzen. Vor allem in der Wachstumsphase werden deshalb viele Chemikalien eingesetzt. Einige davon sind bei uns in der Landwirtschaft seit Längerem verboten, da sie die Gesundheit der Bäuerinnen und Bauern gefährden und Rückstände im Boden und Grundwasser hinterlassen.

Trocknen mit Feuerholz

Nach dem Ernten des Tabaks muss dieser getrocknet werden, bevor er transportiert und weiterverarbeitet werden kann. Der Grossteil des Tabaks welcher für Zigaretten, Dreh- und Kautabake verwendet wird, wird über Röhren mit heisser Luft oder über Feuer getrocknet. Für beide Verfahren wird viel Feuerholz benötigt. Leider werden dadurch immer wieder Bauern dazu veranlasst, grosse Waldbestände zu roden. Für ein Kilogramm getrockneten Rohtabak werden nämlich durchschnittlich über acht Kilogramm Holz verbrannt. Wenn jemand täglich 20 Zigaretten raucht, verfeuert diese Person somit ungefähr alle zwei Wochen einen ganzen Baum. Die Folgen der Abholzung sind gravierend: Lebensraum für Mensch und Tier wird zerstört.

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