Ernährung und Gesundheit

Von Allergie bis Zöliakie - die Ernährung hat einen wesentlichen Einfluss auf unsere Gesundheit. Man kann krank werden, wenn die Ernährung nicht den Bedürfnissen des Körpers entspricht. Nimmt jemand zu viele oder zu wenige Nährstoffe zu sich und der Körper kann dies nicht mehr ausgleichen, können Krankheiten die Folge sein.
Einige wichtige Krankheiten, die mit Ernährung zu tun haben, stellen wir dir kurz vor.

Nahrungsmittelallergie

Hast du dich auch schon gefragt, wieso du eine Hand voll Nüsse essen kannst und dein Freund sofort ins Spital muss, wenn er eine einzige Nuss isst? Wenn das Immunsystem einer Person übertrieben auf ein eigentlich harmloses Nahrungsmittel reagiert, spricht man von einer Nahrungsmittelallergie. Circa 1 bis 5 Prozent der Bevölkerung leiden unter einer Lebensmittelallergie. Die Beschwerden reichen von Hautausschlägen über Schnupfen, Erbrechen, Durchfall, Atemprobleme bis hin zu einem lebensbedrohlichen Schock. Ob du unter einer Lebensmittelallergie leidest, kann ein Arzt feststellen. Die häufigsten Lebensmittelallergien treten gegen Kuhmilch, Erdnüsse, Baumnüsse, Früchte und Weizen auf.

Laktoseintoleranz

Laktose ist Milchzucker.  Bei einer Laktoseintoleranz kann der Körper den Milchzucker nicht verdauen. Man schätzt, dass ungefähr 20 Prozent der Schweizer Bevölkerung unter einer Laktoseintoleranz leiden. Als Symptome treten beispielsweise Blähungen oder Durchfall auf. 

Da Milch viel Calcium enthält, das für den Knochenaufbau wichtig ist, ist auf eine genügende Calciumzufuhr zu achten. Die meisten Menschen mit einer Laktoseintoleranz können auch gewisse Milchprodukte wie Joghurt oder Hartkäse essen, da der Milchzucker in diesen Produkten schon weitgehend abgebaut ist. Zudem gibt es im Handel viele laktosefreie Produkte.

Fructoseintoleranz

Fructose ist Fruchtzucker, der vor allem in Früchten, Fruchtsäften, Honig und Erfrischungsgetränken vorkommt. Bei gesunden Menschen wird der Fruchtzucker mithilfe besonderer Transportproteine über die Dünndarmschleimhaut ins Blut transportiert. Bei Menschen mit einer Fructoseintoleranz ist dieses Transportsystem eingeschränkt. Deshalb kann nur wenig Fructose im Dünndarm vom Körper aufgenommen werden. Die Fructose gelangt in den Dickdarm, wo es zu Beschwerden wie Bachschmerzen, Übelkeit, Blähungen und Durchfall kommen kann. Für die Linderung der Beschwerden muss wie bei einer Laktoseintoleranz meist auch bei einer Fructoseintoleranz die Ernährung umgestellt werden.

Zöliakie

Zöliakie ist der Fachbegriff für eine Unverträglichkeit des Dünndarms gegenüber Gluten. Gluten ist ein Sammelbegriff für bestimmte sogenannte Klebereiweisse, die in den Getreidesorten Gerste, Roggen, Weizen, Dinkel, Hafer und Grünkern enthalten sind. Bereits durch kleine Mengen glutenhaltiger Nahrungsmittel wird bei Zöliakiebetroffenen die Dünndarmschleimhaut geschädigt. Diese Schädigung hat eine verminderte Nährstoffaufnahme zur Folge. Dadurch kann eine Unterversorgung des Körpers auftreten. Ungefähr eine von 100 Personen leitet unter Zöliakie. Eine Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten. Die Therapie von Zöliakie ist eine glutenfreie Ernährung. Jegliche glutenhaltige Produkte zu umgehen, ist eine Herausforderung. Mittlerweile gibt es auf dem Markt viele glutenfreie Produkte zu kaufen.

Mangelernährung

Von einer Mangelernährung spricht man, wenn dem Körper bestimmte Nährstoffe nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. In der Schweiz sind Mangelversorgungen bei Kindern und Jugendlichen selten, und treten am ehesten auf bei speziellen Ernährungsweisen (z.B. vegane Ernährung) auf. Bei jungen Frauen kommt es mit bedingt durch den Blutverlust bei der Menstruation gelegentlich zu einem Eisenmangel. Wenn Du Sorge hat, einen Vitamin- oder Nährstoffmangel zu haben, spricht darüber mit deinem Arzt.